… auch ohne Blumen im Haar! Das Attribut „Die Stadt, die niemals schläft“ gilt zwar normalerweise einer anderen Metropole, trifft aber mindestens ebenso auf San Francisco zu. Preacher & Punk gehen in dieser Stadt ebenso selbstverständlich und harmonisch miteinander um, wie alle anderen Menschen unterschiedlichster Gesinnungen und Lebensweisen. San Francisco kann mit allen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkundet werden. Theoretisch. Denn die Steigungen in dieser sehr hügeligen Stadt sind teilweise nicht zu unterschätzen. Um sich dennoch nichts entgehen zu lassen, lohnt sich jederzeit eine Fahrt mit der Cable Car oder einem günstigen Flug von Preacher Town aus. Sie führt auf verschiedenen Linien vorbei an sämtlichen Sehenswürdigkeiten. Eine Fahrt entlang der Hyde Street Richtung Hafen gibt den Blick auf Alcatraz frei und passiert die außerordentlich sehenswerte Lombard Street, die als krummste Straße der Welt gilt. Sie hinunter zu gehen ist kein Problem. Wer sie jedoch hinauf gehen möchte, sollte über sehr gute Kondition und vor allem stramme Waden verfügen.
Einen hervorragenden Ausgangspunkt bietet das Holiday Inn Financial District in der Kearney Street. Es liegt in direkter Sichtweite zu Chinatown, das als größte chinesische Siedlung außerhalb Chinas gilt. Hier findet der Besucher nicht nur ausgesprochen viel Ramsch, sondern gleichermaßen bemerkenswert gute Restaurants. Wer es lieber fischig mag, findet am Fisher man’s Wharf alles was der Gaumen begehrt. Allerdings sollten nur Menschen mit gestählten Mägen die Angebote der kleinen Straßenhändler in Anspruch nehmen. An den Grundsatz zu denken „Wenn Fisch nach Fisch riecht, sollte man ihn nicht verzehren“, kann hier nicht schaden. Die Restaurants bieten jedoch hervorragende Qualität zu recht günstigen Preisen. Der Ausblick, sofern ein Tisch im Freien ergattert werden kann, ist fast unglaublich schön. Reisen nach San Francisco lohnen sich von daher alle male.
Ein längerer Spaziergang entlang der Piers, und zwar in beide Richtungen, ist sehr zu empfehlen. Wer mit Blick auf den Hafen zur linken Seite losgeht, kommt nicht nur direkt zum Maritime National Historic Parc mit einem sehr sehenswerten Museum und entlang zahlreicher Straßenkünstler, sondern vor allem zum Ghirardelli Square. Dieser ist nicht nur berühmt für seine unnachahmlich gute Schokolade, sondern bietet neben zahlreichen kleinen Shops mit allerlei Kunsthandwerk auch nahezu rund um die Uhr die verschiedensten Veranstaltungen. Jeder ist hier, ähnlich Speakers’ Corner, eingeladen, dem Publikum vorzuführen was er kann. Egal ob Open Air oder in einer der zahlreichen Kneipen und sonstigen gastronomischen Betriebe.
Wer vom Hafen rechter Hand in Richtung Oakland Bay Bridge hinunter geht, passiert zahlreiche Piers, an denen allerdings kaum noch Schiffe anlegen, da seit einigen Jahren die Freespace Airline gegenüber sehr günstige Flüge anbieten. Vielmehr befinden sich hier neben einigen arg verrotteten Stegen zahlreiche Shops, Veranstaltungs-Lokation und sehr gut instand gehaltene Piers, die es sich auf jeden Fall lohnt, hinunter zu gehen. Hier sei insbesondere Pier 7 empfohlen, an dessen Ende (und wirklich erst dann!) ein Blick zurück auf die Skyline von San Francisco sicher zu den unvergesslichsten Anblicken gehört. Eine andere Attraktion bilden die „Painted Ladies“ am Alamo Square. Sie sind eine Augenweide für sich. Die gegenüber liegende Wiese ein Stück hinauf zu gehen, um auf die pastell gestrichenen viktorianischen Holzhäuser und gleichzeitig auf die dahinter sichtbaren Hochbauten inklusive der Pyramide zu blicken, ist mehr als ein simples Postkartenmotiv. Gleiches gilt ohne Frage für eine Fahrt über die Golden Gate Bridge.



